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Kirgistan war Liebe auf den ersten Blick 🙂 So viel vorweg.

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Dedicated to Mrs Wineman and Miss Beautiful

Nach einigen Wochen in der Steinwüste auf einmal grüne Wiesen, Täler und tausende von Pferdeherden (und die schneebedeckten Berge von Tadschikistan nur noch aus der Ferne) zu sehen … so schön! Keine Koppeln. Keine Zäune. Die rennen hier einfach so rum. Fohlen auch. Es scheint, als ob jeder Kirgise reiten kann.

Zum Basecamp des Peak Lenin

Das erste Dorf (Sary Tash) nach der Grenzüberquerung sah gleich mal nach Zivilisation aus. Häuschen, die nach Häuschen aussahen. Es gab wieder Snickers und Bounty im Minimarket. Exzellent.

Ein wenig übermütig, weil wir mit unsere alten Mühle problemlos den Pamir überquert hatten, sind wir dann direkt mal hoch ans Basecamp von Peak Lenin gefahren. ‚Basecamp‘ erinnert eigentlich an Mount Everest, aber andere Berge haben natürlich auch eines, von wo aus man dann den Gipfel besteigen kann (sofern man sich Eispickel besorgt und 1000 Euro hinlegt).

Eine liebevolle, kleine Seenlandschaft und ein paar Yurten und Yaks gab es dann da oben, auf 3600m. Möglicherweise waren einige Touristen etwas irritiert, als da auf einmal ein Stuttgarter Campingmobil den Berg hochtuckert, aber – so what? – fahr halt selber her.

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3 stille Tage und Nächste am Basecamp (3600m) des Peak Lenin (7145m)

Der Bergfex ging noch weiter nach oben, an die Ränder des Gletschers. Ich hatte keinen Bock und hab gelesen („Homo Deus“ – mega Buch!).

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Bergfex (die Bergsteigergene hat er geerbt)

Etwas panisch sind wir dann doch geworden, als es in der 2. Nacht zu regnen und damit auch leicht zu schneien anfing. Auch wenn ich keine Ahnung von Autos habe, so verfüge ich doch über weibliche Intuition, die mir vor der Basecamp-Tour gesagt hat, dass man mit sehr abgefahrenen Reifen (fast ohne Profil) nicht in die Berge fährt. Der Bergfex meinte, er habe seit Mai keinen Regentag gehabt, das sei kein Problem.

Aha.

Als wir wieder unten ankamen, wurden die Reifen zügig gewechselt.

Schnapp das Schaf

Zufällig kamen wir dann an einem Horse Game vorbei. Zwei Reiter-Teams versuchen, sich gegenseitig das Schaf wegzuschnappen. Das Schaf besitzt keinen Kopf und keine Füße mehr. Und es ist generell tot.

Ziemlich rasant, das Spiel – und ein riesen Glück, dass wir es entdeckt haben. Die Horse Game Saison endet eigentlich im August.

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Das bei Kirgisen beliebte Spiel „Schnapp das Schaf“

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Natural-born riders

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Ohne Worte

Ausblick: Jetzt wollen wir auch auf’s Pferd

Wir verlassen heute die Stadt Osh  und das Guesthouse Tes in Südkirgisien, in dem wir nun 6 Tage waren, und versuchen, weiter oben im Norden einen mehrtägigen Ausritt zu Pferd zu organisieren. An einem kleinen See namens Song Kul soll das möglich sein. Vermutlich melde ich mich erst Anfang/Mitte Oktober wieder…

Macht’s gut und haut den dummen AfD-Wählern eins auf die Mütze.

Eure Claudi

 

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