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Während ich diesen Blogeintrag über meine 10 Tage in „Raja Ampat“ (West-Papua) schreibe, brennt draußen bereits die australische Sonne erbarmungslos auf unseren Campingplatz nieder. Seit etwa einer Woche ist das Duo Infernale wieder vereint und düst in einem Campervan die Westküste Australiens hoch und runter!

Der Campingplatz gesteht einem nur 500 MB über eine echt lahme WiFi-Verbindung zu, daher wird es heute eher ein mickriger Bericht über „Raja Ampat“, die Inselgruppe, die sich nordwestlich des Festlandes von Papua (indonesischer Teil) befindet.

Vor 2 Stunden noch war ich ambitioniert, hier ein paar neue Tauchvideos hochzuladen, aber es ist aussichtslos, also gibt’s heute leider nur ein paar popelige Handyfotos von der Insel selbst und einen einzigen Screenshot vom Fisch.

Die Anreise nach Raja Ampat ist lang, selbst von Jakarta aus fliegt man noch gut 4 Stunden bis nach Sorong, von wo aus es weitere 3 Bootsstunden bis auf die Insel Arborek waren. Ahnend, was kommen würde, hab ich mir in Jakarta dann glatt nochmal das Ibis Styles Airport Hotel für eine Nacht gegönnt. Für nicht mal 40 Euro … da kann selbst der Schwabe nicht meckern (und vor allem nochmal eine saubere Dusche genießen).

Ich kann nicht nur Bambushütte.

Ankunft auf der Insel Arborek irgendwo im Nirgendwo

Außer Tauchern verirrt sich kaum einer hierher, man lebt bei Familien in einem sehr rustikalen Homestay und bekommt ein Palmblätterdach über den Kopf sowie drei einfache Mahlzeiten am Tag. Im „Manta Homestay“ haben sich die Besitzer Normansen und Alfonsia rührend um mich gekümmert. Ich war 3 Tage der einzige Gast.

Mein Bungalow im Manta Homestay

Die Insel Arborek lässt sich in 30 Minuten erkunden. Ich schätze, hier leben 10 Familien, davon betreiben 6 Homestays, dann gibt es noch zwei winzige Shops und ein klitzekleines Tauchcenter.

Hauptweg auf Arborek Island. Keine Autos, dafür Kinder, die mit Murmeln im Sand spielen.

Die örtliche Bücherei, in die ich verschleppt wurde. Die Einheimischen sind stolz auf ihre Inseln (Ampat bedeutet „Vier“).

Jedes Jahr versuchen Taucherverbände, eine Top Ten der besten Tauchplätze weltweit zu erstellen. Sie variiert von Website zu Website … aber Raja Ampat rangiert derzeit bei vielen auf Platz 1. Vielleicht kommen wir bald in eine Gegend, in der schnelles Internet mir ermöglicht, euch einen besseren Einblick in die Unterwasserwelt zu geben. Für heute muss leider dieser Screenshot genügen.

Neben großen Schwärmen von kleinen Fischen gab es auch hier zu meiner großen Freude kleine Schwärme von großen Fischen … den Mantarochen. Ich bin schon ein bisschen vernarrt in diese Tiere und immer wieder beeindruckt von ihrer Anmut. Zwar waren es hier in Raja Ampat nicht so viele auf einmal, wie in Palau in Mikronesien – aber dafür kamen sie mir sehr, sehr nahe. Wirklich ein Traum.

Der Manta war bei weitem nicht alles, was es zu sehen gab.

Eigentlich gäbe es noch so viel mehr zu zeigen, aber was will man machen ohne vernünftiges Internet!? A pain in the ass. Und abgesehen davon finde ich einfach, dass dieser „Friends-And-Family-Blog“ hier einigermaßen aktuell sein sollte, daher lieber das hier, als gar nix.

Für heute liebe Grüße von der Westküste Australiens – diesmal auch von Steffen. Er war der Hauptgrund, weshalb ich die Zeit in Raja Ampat deutlich heruntergekürzt habe.

Das ist schon eine verdammt abgeschiedene Gegend, und mir war einfach nicht mehr nach Alleinereisen. Wie gut, dass wir flexibel sind.

Bald also hoffentlich mehr von mir, von den Fischen oder unserem Roadtrip in Australien …

We will see.